|
Gesellschaft für | Strahlenschutz | e.V. |
Home |
|
|
|
|||||
Pressemitteilung v. 06.12.04Elbmarschleukämien: Ministerin soll Stellung beziehenÄrzteorganisation IPPNW und die Gesellschaft für Strahlenschutz wollen wissen, wie es nach dem Rücktritt der Leukämiekommission weitergehtDie IPPNW und die Gesellschaft für Strahlenschutz haben einen offenen Brief an Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Gitta Trauernicht geschrieben. Anlass ist der Rücktritt von sechs Mitgliedern der Wissenschaftlichen Fachkommission Leukämie, die den Auftrag hatte, die Ursache der Leukämieerkrankungen bei Kindern in der Region um die Geesthachter Atomanlagen zu ergründen. Die Autoren des Briefes äußern in ihrem Brief die Besorgnis, dass eine Aufklärung durch die anhaltende Ablehnung der Ergebnisse der Kommission durch die Landesregierung unmöglich gemacht wird. Sie möchten wissen, "welche Maßnahmen das Ministerium plant, um die Ursachen für die anhaltende Erhöhung der Erkrankungen zu ermitteln und zu beseitigen". Sie weisen auf eine Vielzahl von Fragen hin, deren Beantwortung das zuständige Ministerium bisher verweigert hat sowie auf die Befangenheit der federführenden Reaktoraufsichtsabteilung und erklären ihr Unverständnis darüber, dass die Landesregierung die Untersuchungen unabhängiger und erfahrener Laboratorien an deutschen und ausländischen Universitäten nicht ernstnimmt. Die sechs Mitglieder der Kommission um den Vorsitzenden Prof. Dr. Otmar Wassermann waren am 1. November zurückgetreten, um ihrem Protest gegen "die Verschleierungspolitik der schleswig-holsteinischen Aufsichtsbehörde" Ausdruck zu verleihen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Erkrankungen der Kinder auf "geheimgehaltene kerntechnische Sonderexperimente" zurückzuführen sind. Berlin, den 6. Dezember 2004 Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz Dr. Angelika Claußen, stellv. Vorsitzende, IPPNW - Deutschland
|
http://www.gfstrahlenschutz.de/pm991001.htm
Stand: 09.12.2004
Verantwortlich: Prof. Kuni