Gesellschaft für

 Strahlenschutz 

 e.V.

 

Startseite



Kongress Bremen 2000

Kongressberichte der Gesellschaft für Strahlenschutz
Programm, Abstracts und Papers Proceedings von Kongressen vor 1990

 


Kongress Bremen 2000

 

4. Internationaler Kongress:
Strahlenschutz nach der Jahrtausendwende

9.06. und 10.06.2000

gemeinsam mit Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)

 

TOP

 

Übersicht

Ziel der Tagung

Abstracts und Papers

Programm: Fr. 09.06.00 Sa. 10.06.00

Kongresssprachen: Deutsch, Englisch

Kongresspräsident: Prof. Dr. rer.nat. Wolfgang Köhnlein

 

TOP

 

 

Abstracts und Papers

 

Abstract-Band liegt vor: Abstracts als PDF-File (152kB)

Vortrag von Prof. Cornelia Baines MD:
Reihenuntersuchungen zur Brustkrebsfrüherkennung - Wie sinnvoll erscheinen sie zu Beginn des 21. Jahrhunderts?
Deutsche Übersetzung als PDF-File (32kB)

Kuni, H.: Welches Geschlecht hat Strahlenschutz - der kleine Unterschied auch hier mit großen Folgen?
Laudatio zum 65. Geburtstag von Frau Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake
Vortrag als PDF-File (58kB)

 

Zurück

Übersicht

 

 

 

Programm

Fr. 09.06.00
 
Zeittafel

  9:00h Begrüßung und Grußworte
  9:00h - 10:30h Sitzung 1: Experimentelle strahlenbiologische Effekte im Niederdosisbereich
11:00h - 12:30h Sitzung 2: Nutzen und Risiken medizinischer Strahlenanwendungen
14:00h - 15:30h Sitzung 3: Berufliche Exposition
16:00h - 18:00h Sitzung 4: Berufliche Expositionen im Uranbergbau
18:00h - 19:00h Postervorstellung
19:00h Öffentliche Abendveranstaltung: Mammographie-Screening in der Kontroverse

Zurück

Übersicht

 

 

 

9.00 Uhr: Begrüßung und Grußworte

Dr. Sebastian Pflugbeil, Berlin,

Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz

Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein, Münster, Tagungspräsident

Zurück

Zeittafel Fr. 09.06.00

 

 

 

9.30 - 10.30 Uhr Sitzung 1:

Experimentelle strahlenbiologische Effekte im Niederdosisbereich

Prof. Dr. Brian Lord, Manchester: Preconceptional Irradiation: Are there Repercussions in the Next Generation?

Dipl.-Phys. Agnes Kappler, Dr. B. Greve, Prof. Dr. W. Köhnlein, Prof. Dr. W. Göhde, Münster: Zellzyklus-Veränderungen nach kleinen Strahlendosen

Dr. Niels Wedemeyer, Dr. D. Uthe, Münster: Nachweis von Mutationshäufigkeiten im CD59-Locus der Mensch/Hamster-Zellinie AL nach Exposition mit Röntgenstrahlung im niedrigen Dosisbereich

Zurück

Zeittafel Fr. 09.06.00

 

 

 

11.00 - 12.30 Uhr Sitzung 2:

Nutzen und Risiken medizinischer Strahlenanwendungen

Prof. Dr. Cornelia J. Baines, Toronto: Screening for Breast Cancer: As the Twentieth Century Begins, How Useful is it?

Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Dipl.-Phys. A. Kranefeld, Bremen: Abschätzung des strahleninduzierten Brustkrebses durch die Mammographie

Mittagspause

Zurück

Zeittafel Fr. 09.06.00

 

 

 

14.00 - 15.30 Uhr Sitzung 3:

Berufliche Exposition

Dipl.-Ing. Christiane Meenen, Dr. H. von Boetticher, Bremen: Gefährdung des Personals durch Röntgenstrahlen im Herzkatheterlabor

Dipl.-Biol. Anna Heimers, Bremen: Zur Strahlenbelastung von Flugpersonal

Hans-Jürgen Lebuser, Flugkapitän, Frankfurt/M.: Fliegerische Strahlenbelastung aus Sicht der Betroffenen

Prof. Dr. Rolf Bertram, Göttingen: Ungelöste Probleme in der Neutronen-Gewebedosimetrie

Zurück

Zeittafel Fr. 09.06.00

 

 

 

16.00 - 18.00 Uhr Sitzung 4:

Berufliche Expositionen im Uranbergbau

Dr. Klaus Martignoni, Neuherberg: Die deutsche Uranbergarbeiter-Kohortenstudie - Erste Ergebnisse

Prof. Dr. Horst Kuni, Marburg: Strahleninduzierter Hodenkrebs

NN: Der lange Weg zur Anerkennung einer strahlenbedingten Berufskrankheit

NN: Defizite im Anerkennungsverfahren für strahlenbedingte Berufskrankheiten

Dipl.-Biol. Bernd Franke, Heidelberg: Estimates of Lung Burdens for Workers at a Uranium Weapons Facility in the U.S.

Zurück

Zeittafel Fr. 09.06.00

 

 

 

18.00 - 19.00 Uhr

Poster-Vorstellung

Ständige Präsentation von Schautafeln

Zu Themen wie Dosiswirkungsfaktoren, Exposition durch Magnetfelder, Messung niederfrequenter elektrischer Wechselfelder in Innenräumen, Erfassung der Belastung durch niederfrequente elektrische Felder in der Epidemiologie, Folgen der Atomversuche in Kanada, Brennelemente-Transport, die Strahlenschutzverordnung in Nicaragua, Petkau-Effekt, strahleninduzierte Katarakte als Folge berufsmäßiger Exposition, ionisationsbedingte Genschädenvervielfachung.

Von Dr. Heiner von Boetticher, Ulrich Dymanski, Dr. Rolf Goedecke, Ralph Graeub, Inna Klause, Axel Kölling, Dr. Alfred Körblein, Dipl.-Phys. Helmut Kowalewsky, Dr. Fabio Morales, Christiane Paul, Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Walther Soyka.

Zurück

Zeittafel Fr. 09.06.00

 

 

 

19.00 Uhr

Öffentliche Abendveranstaltung:

Mammographie-Screening in der Kontroverse

Professor Dr.

Cornelia J. Baines

Toronto

berichtet über die Ergebnisse des Früherkennungsprogramms für Brustkrebs in Kanada

Die enttäuschenden Ergebnisse des derzeit größten laufenden Screeningprogramms (NBSS) lösten vor einigen Jahren heftige Auseinandersetzungen über den Nutzen von Mammographie-Reihenuntersuchungen aus, die bis heute anhalten. Nach 7 Jahren Beobachtungszeit war noch keine Senkung der Brustkrebssterblichkeit in der Gruppe mit einem Eintrittsalter von 40 bis 49 Jahren eingetreten. Es zeigten sich sogar mehr Karzinome in fortgeschrittenem Stadium als in der Kontrollgruppe. Bei den Frauen mit einem Eintrittsalter ab 50 Jahren war ebenfalls keine Senkung der Sterblichkeit zu verzeichnen, wenn man sie mit Frauen vergleicht, die sich einer jährlichen professionellen Untersuchung - jedoch ohne Röntgen - unterzogen.

Cornelia Baines, Professorin für Öffentliches Gesundheitswesen an der Universität Toronto und Leiterin des kanadischen Programms, bewertet die Ergebnisse nach weiteren 10 Jahren Laufzeit.

Zurück

Zeittafel Fr. 09.06.00

 

 

 

Übersicht

 

 

Sa. 10.06.00
 
Zeittafel

  9:00h - 10:30h Sitzung 1: Auswirkungen des Betriebes kerntechnischer Anlagen
11:00h - 12:30h Sitzung 2: Die Novellierung der Strahlenschutzverordnung
13:00h - 14:30h Sitzung 3: Die Novellierung der Strahlenschutzverordnung (Fortsetzung)

Zurück

Übersicht

 

 

 

9.00 - 10.30 Uhr Sitzung 1:

Auswirkungen des Betriebes kerntechnischer Anlagen

Prof. Dr. Beate Meier, Garching: Umweltkontamination als Folge einer unkontrollierten Freisetzung von radioaktivem Co-57

Dr. Alfred Körblein, München: Kinderkrebs um deutsche Atomkraftwerke

Dr. Wolfgang Hoffmann, Bremen: Findings of congenital malformations in Europe suggest an association with fallout from the Chernobyl nuclear disaster

Prof. Dr. Dr.h.c. Edmund Lengfelder, München: Schilddrüsenerkrankungen nach Tschernobyl - Hintergründe gezielter Desinformation in Wissenschaft und Politik

Dr. Sebastian Pflugbeil, Berlin: Missbrauch von Radionukliden durch den Staatssicherheitsdienst der DDR

Zurück

Zeittafel Sa. 10.06.00

 

 

 

11.00 - 12.30 Uhr Sitzung 2:

Die Novellierung der Strahlenschutzverordnung

Wolfgang Baumann, Rechtsanwalt, Würzburg: Rechtliche Aspekte der Umsetzung der Euratom-Norm in deutsches Recht

Dipl.-Phys. Wolfgang Neumann, Hannover: Die Freigabe von schwachaktiven Reststoffen für den konventionellen Umgang auf Grundlage des 10 µSv-Konzeptes

Dipl.-Biol. Bernd Franke, Heidelberg: Die Regelung der Freigabe radioaktiver Stoffe im internationalen Vergleich

Dipl.-Phys. Karin Wurzbacher, München: Die Grenzwertregelung für Nahrungsmittelkontaminationen in der Europäischen Union

Dipl.-Kfm. Traute Kirsch, Beverungen: Das neue Strahlenschutzrecht: Die radioaktive Verseuchung aller Lebensbereiche

Zurück

Zeittafel Sa. 10.06.00

 

 

 

13.00 - 14.30 Uhr Sitzung 3:

Die Novellierung der Strahlenschutzverordnung (Fortsetzung)

Dipl.-Biol. Bettina Dannheim, Bremen: Die "neuen" Regelungen der beruflichen Strahlenbelastung

Dr. Heiner von Boetticher,

M. Gotzmann, Dr. W. Hoffmann, Bremen: Die Neufassung der Röntgenverordnung

Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Bremen: Bewertung neuer Dosisfaktoren für inkorporierte Radioaktivität in der novellierten Strahlenschutzverordnung

Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein, Münster: Die Aktivitäten und Empfehlungen der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP)

Schlußwort des Tagungspräsidenten

Zurück

Zeittafel Sa. 10.06.00

 

 

 

Übersicht

 

 

 

Kongresssprachen

Deutsch und Englisch

Zurück

Übersicht

 

 

 

Kongresspräsident

Prof. Dr. rer.nat. Wolfgang Köhnlein

Zurück

Übersicht

 

 

 

Ziel der Tagung

 

Spätestens im Mai des Jahres 2000 erfolgt die Umsetzung der Richtlinie Euratom 96/29 in nationales Recht. In dieser Richtlinie sind die vom Rat der Europäischen Gemeinschaft bestimmten Regelungen zu Fragen des Strahlenschutzes und der Anwendung ionisierender Strahlung auf den Menschen niedergelegt. Aus der Neuformulierung der Euratom Grundnormen zum Strahlenschutz ergeben sich weitreichende Konsequenzen für die Strahlenschutzgesetzgebung in Deutschland und in den Mitgliedsländern der Europäischen Union sowie im Umgang mit deren Handelspartnern.

Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass die auf den Empfehlungen der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) beruhenden Regelungen eher den ökonomischen Interessen dienen als dem Ausschluss von Gesundheitsschäden. Beruflich Strahlenexponierte arbeiten weiterhin auf Risikoarbeitsplätzen und haben im Schadensfall so gut wie keine Chance auf Kompensation. Die für sie geltenden Grenzwerte bleiben trotz verbesserter Einsichten in das Schadenspotential auch sehr niedriger Strahlendosen offensichtlich an der Betriebspraxis in Medizin und Technik orientiert.

Die Strahlenschutzverordnung geht weiterhin davon aus, dass sich die Einhaltung des Dosisgrenzwerts für die Bevölkerung durch eine Modellrechnung garantieren lässt, weil man das Verhalten der Isotope in der Umwelt und im menschlichen Körper hinreichend zu kennen glaubt. Dagegen sprechen unter anderem zahlreiche Befunde über den Metabolismus radioaktiver Stoffe in frühkindlichen Entwicklungsstadien und über Gesundheitsschäden in der Umgebung kerntechnischer Anlagen.

Die medizinischen Gründe für die Notwendigkeit des Atomausstiegs haben sich in den letzten Jahren durch Erkenntnisse der molekularbiologischen Forschung und durch empirische Befunde verstärkt. Die Veranstalter erhoffen sich von dem Kongress eine verbesserte Aufklärung im Anwendungsbereich und bei den potentiell Betroffenen.

Zurück

Übersicht

 

 

 

 

 

TOP







http://www.gfstrahlenschutz.de/kongress2000.htm
Stand: 08.12.2005
Verantwortlich:
Email  Prof. Kuni